Eine kleine Windenergieanlage (WEA) besteht aus

  • einem Rotor mit zumeist drei Rotorblättern
  • einem internen Ladekontroller
  • einem Mast zur Befestigung des Rotors

Die optimale Lösung ist ein Homesystem, bestehend aus PV- und Windgenerator, die beide einen großen Solarakku laden. Mit einem zusätzlichen Windgenerator geht die Batteriebelastung zurück, bzw. kann die Autonomiezeit verlängert werden, da nicht nur bei Sonnenschein, sondern auch stürmischen Wetter und vor allem nachts geladen werden kann. Ist normalerweise der Watt-Preis bei Windgeneratoren günstiger als bei Solarmodulen, sollte man sich jedoch nur in absolut beständigen Windlagen ausschließlich auf die Windkraft verlassen. Viele Schwachwinde können durch die z.T. großen Anlaufschwierigkeiten oder Verwirbelungsbedingungen vor Ort nicht zum Batterieladen genutzt werden. Ausnahme bilden hier z.T. Anwendungen auf Segelbooten.
Beachten muss man auch, dass im Gegensatz zum Solarstrom z.T. mit Lärm-Emissionen gerechnet werden muss. Vor allem, wenn ein schnell laufendes Windrad dicht am Haus steht oder sogar mit dem Gebäude verbunden ist, kommt es zu Laufgeräuschen und Schwingungen, die sich übertragen können. Steht ein Mast hinter dem Haus oder hängt das Windrad im Heck eines Bootes und der Wind kommt hauptsächlich aus der entgegengesetzten Richtung, hört man normalerweise nichts, da das Geräusch "wegfliegt".
Um auch gute Erträge zu bekommen, ist es wichtig, dass ein kleines Windrad (Schnellläufer) möglichst hoch und weit entfernt von anderen Bäumen, Gebäuden, u.s.w. aufgestellt wird. Die für uns meist unsichtbaren Verwirbelungen sorgen sonst dafür, dass es immer wieder im Lauf heruntergebremst wird oder sogar um die vertikale Achse gedreht wird. Dadurch wird die Leistung erheblich geringer, als durch die Windstärke eigentlich möglich ist. Als Anhaltspunkt kann gelten:

  • In Gebäudenähe sollte der Mast doppelt so hoch wie das Dach sein (Bergland)
  • Entspricht die Masthöhe etwa der Dachhöhe, so sollte die Dachhöhe mal 10 als Abstand zum Gebäude eingehalten werden.

Wie Solarmodule wird auch bei WEA von den Hersteller eine “Watt-peak”-Zahl angebeben. Je nach WEA gilt diese Leistung aber nur bei hohen Windstärken von 10-12 m/s. In jedem Fall aber sind diese Windgeschwindigkeiten nicht die zu erwartenden Durchschnittswerte. Bei kleineren Windgeschwindigkeiten sinkt die Leistung zum Teil beträchtlich. Um hier die Generatorleistung dennoch abschätzen zu können, geben gute Hersteller eine Leistungskurve an, die die Stromerzeugung in Abhängigkeit der durchschnittlichen Windgeschwindigkeit angibt.
Auf Samui kann nach einem Windatlas der Weltbank eine Windgeschwindigkeit von 5 m/s erwartet werden. So können mit der hier gezeigten Kurve einer 400 Wp WEA im Monat 20-35 kWh Strom erzeugt werden – im Jahresmittel sind dies 240-420 kWh bzw. im Mittel 330 kWh. Dies entspricht in Südthailand der Leistung eines 340 Watt Solarmoduls: